Nährstoffmathematik · Fakten · 4 Min. Lesezeit

Die Nährstoff-Mathematik: Elementarer Gehalt gegen Gesamtgewicht der Verbindung

Auf einer Dose steht '1000 mg Magnesiumcitrat', doch in der Tabelle werden nur '160 mg Magnesium' ausgewiesen. Ist das ein Fehler? Keineswegs! BERGKERN erklärt die chemische Stöchiometrie: Warum das Gesamtgewicht eines Mineralsalzes niemals dem elementaren Gehalt an wirksamem Mineral entspricht.

1. Der Bindungspartner hat sein eigenes Gewicht

Mineralstoffe können nicht als isolierte Atome verpackt werden – sie benötigen einen Partner. Bei Magnesiumcitrat ist das Magnesium an Citrusionen (Zitronensäure) gebunden. Das Citrat macht rund 84 Prozent des Gesamtgewichts aus, liefert aber wertvolle Bioverfügbarkeit.

2. Die gesetzliche Pflicht zur Nennung des Elementargehalts

Das deutsche Lebensmittelrecht verlangt zwingend, dass in der Nährwerttabelle ausschließlich der elementare Anteil (das reine Magnesium) genannt wird. Seriöse Hersteller stellen diese beiden Zahlenwerte klar gegenüber.

3. Vorsicht bei irreführenden Frontangaben

Hüten Sie sich vor Anbietern, die auf der Vorderseite mit '1000 mg Magnesium' werben, im Kleingedruckten aber 1000 mg Citrat meinen. Ehrliche Deklaration benennt beide Werte unmissverständlich.

BERGKERN Rechen-Regel:

Entscheidend für Ihre tägliche Versorgung ist ausschließlich der elementare Nährstoffgehalt in der Nährwerttabelle – nicht das Bruttogewicht der chemischen Verbindung.

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